Mexikanische Mutterfreuden

Selma Hayek ist schwanger. Eigentlich eine sehr frohe Nachricht. Eine attraktive Frau, die attraktiven Nachwuchs in die Welt setzt, damit der eigene Nachwuchs was zum Anbeten hat. Immerhin ist Frau Hayek 40, da wurde es für sie höchste Zeit.

Nun habe ich in den letzten Tagen mindestens 3 Männer den Weltuntergang erklären hören – eben weil Selma Hayek schwanger ist.  Die Reaktionen verliefen von Trauer über Wut bis hin zum Trotz (Zitat: „Bei mir ist sie jetzt unten durch“).

Wir Frauen können machen was wir wollen – nix machen wir richtig.

Der grüne Daumen

Es macht Spass … ich muss nicht mehr die Nase im hochgeschlagenen Kragen verstecken, sondern kann sie wieder in die Sonne strecken und die für mein „Sommergesicht“ typischen Punkte spriessen lassen. Die eklige Bahnhaltestelle an meiner Arbeitsstätte riecht nicht mehr nach menschlichen Ausscheidungsprodukten, sondern nach dem Kirschbaum der da in voller Blüte steht. Die Magnolien sind sooooo schön. Die ollen Winterschlussverkaufs-Klamotten haben den luftig-leichten und bunten Sommersachen Platz gemacht. Die Cafés haben ihre Tische draußen wieder aufgebaut. Und auf meinem Balkon zu Hause … gucken die ersten Narzissen-Sprösschen aus der Erde.

Nein, nicht die Knospen, die bald ihre gelben Glocken entfalten, sondern die ersten kleinen grünen Triebe, die aus der Zwiebel gekeimt sind. Zeitmanagement war noch nie meine Stärke. Naja, ich habe mir sagen lassen, dass ich da ungefähr im Juni mit Blumen rechnen kann. Und Frühlingsgefühle im Sommer sind doch auch was …

Willensstärke

„Ich mache mir Sorgen – du trinkst zu viel.“ Ein Satz, den Studenten sehr gerne überhören und dann meist ausschweifend argumentieren, dass die Zeit des vielen Feierns ja nur der nötige Ausgleich für die entbehrungsreiche Prüfungszeit ist.

Ich persönlich gehöre zur Spezies gemäßigte Genießer-Trinker. Bei mir darf’s gerne mal abends ein Gläschen Rotwein sein, maximal werden es zwei davon, in Prüfungszeiten fällt das bei mir unter die Kategorie „Verdiente Belohnung“ und „Stressbewältigung“. Mit anderen Worten: Ich trinke nicht zu viel, ich trinke zu oft. Um hier nicht die Heilige zu spielen: Ja, auch ich stürze zuweilen böse ab … werde dann ausgelassen-fröhlich, leider ab und zu aber auch die Unausstehlichkeit und Paranoia in Person – was dann der Liebste in geballter Ladung abbekommt. Deshalb darf ich mir immer mal o.g. Satz anhören.

Vor ein paar Jahren habe ich in der Fastenzeit einmal komplett auf Alkohol verzichtet. Sechs lange Wochen lang. Ich habe es geschafft und habe in der Zeit alkoholfreie Cocktails lieben gelernt und eisern meinen lieben Bank-Kollegen saft-schlürfend beim Sekttrinken zugeschaut. In den Jahren darauf hbe ich in der Fastenzeit auf alles mögliche verzichtet: auf Süßes, auf Fleisch, auf heiß geliebte Caramel Macchiatos …. aber beim Gedanken an den Verzicht auf Alkohol kam dann immer das Bild von mir als Trauerweide inmitten von Spassvögeln in geselligen Runden auf. Blöde Ausrede – wenn ich ehrlich bin, hab ich einfach nur Angst vor dem eigenen inneren Schweinehund. Wenn alle um einen herum sich fröhlich-ausgelassen albern benehmen, fällt es manchmal schwer, da mitzuhalten ohne Zuhilfenahme stimmungslösender Getränke.

Jetzt bin ich zwar ein bisschen spät dran, aber immerhin sind’s noch 4 Wochen bis Ostern. Und die werden nüchtern verbracht. Komplett. Und mit Spass an der Freude. Wäre doch gelacht …