Nossen-Nord – Köln-Klettenberg

Nicki hat irgendwann mal gemeint, dass er lange Autobahnfahrten liebt. Dem konnte ich eigentlich nie zustimmen. Ich befinde mich mehr oder weniger häufig (zur Zeit einmal im Monat) auf der West-Ost-Achse über die A4, die A7, die A5 und dann wieder auf die A4. Eigentlich immer als Beifahrer, weil mein Bester wohl um seinen Ruf bei der Mitfahrzentrale fürchtet.

Gestern waren wir zu zweit allein unterwegs und ich durfte fahren. Ach, war das schön. Ab Eisenach gaben dann auch die verkrampften Oberarme nach und es rollte sehr entspannt. Und weil Schatzi so konzentriert an seinem Powerbook (da war’s wieder, das böse Wort mit „A“ 😉 ) gearbeitet hat und meinen Fahrstil so wenig kritisieren wollte/konnte und ich gar nicht für kleine Miezekatzen musste, durfte ich bis Köln durchfahren. Und ich hab’s in reichlichen 4 Stunden geschafft, juppi!

Das Wochenende sonst? War sehr schön, viele schöne leuchtendgelbe Rapsfelder, die Eltern mal ganz entspannt, die Nächte kurz und auf eine schöne Art verrückt, eine 30-er-Geburtstagsfeier die man ohne zu zögern als Kindergeburtstagsfeier bezeichnen konnte (mindestens 10 Kinder auf 30 Personen) … und Sonne pur.

Heut wird nun in den Mai getanzt – eigentlich war ja Hexenbrennen in meiner Heimat geplant, da überwog aber doch die Angst, dass man sich an meine rotschopfige Vergangenheit erinnert. Und ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, doch einmal einen Maibaum gesetzt zu bekommen…

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Rumgezicke …

… Anfangs isses ja noch amüsant, wie manch einer von Äpfeln träumt wo er doch Obst sonst einfach in der Schale liegen lassen kann, wie andere ihre Apfelplantage liebevoll pflegen und ausbauen … und  wie sich die Microsoft-Brigade zur Wehr setzt. Auf Dauer rollen meine Augen …

Ich selbst bin ja mehr der Anwender als der Bastler, gut ich habe meine Webmaster, denen wahrscheinlich mein Gerät grundlegend leid tut und die mein Notebook mit Abwehrkräften ausstatten, mich interessiert eher das WOHIN als das WOMIT, ich liebe meinen Aldi-Laptop innigst, fluche auf Arbeit in der Redaktion über den Mac, der spätestens nach 2 Stunden Bild- und Textbearbeitung das Tempo einer Schnecke im trockenen Hochsommer annimmt und kann dem ganzen Apfel-Hype nicht so ganz viel abgewöhnen – ausser natürlich, dass die Geräte wirklich sehr schick sind 😉

Amüsant in dem Zusammenhang ist meine derzeitige Lektüre von dieser Dame, die ihren ersten Mac besass als ich geboren wurde und mir überzeugend darlegen konnte, wie die Welt derart gespalten werden konnte. Wen’s interessiert, dem würde ich „Leben im Netz“ in die Hand drücken …

Freuden des Alleinseins …

Nein, keine Angst, das bin ich sonst eigentlich nicht. Will ich auch nicht. Aber da auch Männer ab und zu zum Sport ausgehen (hm, ist das Erklimmen bunt bepunkteter Wände in Hallen als Sport zu bezeichnen?) wird mir oft donnerstags mal ein sturmfreier Abend beschert. Der wird dann immer mal wieder vollgepackt mit DVD-Abenden … oder eben auch mit Musik, die nur ich mag.

Björk läuft grad. Geht auch bei mir nicht immer. Aber immer mal wieder. Heute zum Beispiel. Die Best-of-CD mit allen wunderwunderschönen Songs Klanggebirgen von ihr. Björk ist so ein Streitthema. Ich kenne bisher nur einen Mann, der Björk mag … und der mag sie so sehr, dass er zu der Big Party anlässlich meines 18. Geburtstages im Wohnzimmer meiner Eltern rumhing und sich eine Special-Reportage über Björk anzuschauen.

Sonst bekomme ich immer nur den Spruch „Björk? Mag ich nicht … aber halt, da gab’s doch mal den Videoclip von Cunningham, wie hieß das Lied noch mal? Das mag ich …..“ Naja, wenigstens was eben …

Zwischen der üblichen Samstags-Werbeflut…

Ein Brief. Nur für mich. Und keine Zeitschriften-Abo-Angebote oder Besserwisser-Post à la „Wir wissen doch, dass Sie kein Geld haben – nun nehmen Sie doch schon einen Kredit bei uns auf“.

Nein. Handschriftlich stand da meine Adresse drauf, und die Schrift kam mir irgendwie bekannt vor. Meine allerliebste Schulfreundin hat mir – nach vielen Jahren Funkstille – geschrieben. Hat unsere Briefchen-Tradition wieder aufgenommen. Wir haben uns nämlich all unsere pubertären Sorgen, Nöte und Freuden per Brief mitgeteilt. Jeden Tag. Oft auch im Unterricht. Und das, obwohl wir immer nebeneinander saßen.

Aus dem Brief heute kam ein Foto geflattert. Eine kleiner süßer Wonneproppen strahlt verschmitzt in die Kamera. Und bei mir kullern ein paar Tränchen aus dem Augenwinkel, so gerührt bin ich. Meine allerliebste Schulfreundin ist jetzt Mama. Ich werde gleich morgen mein Briefpapier rauskramen und alte Traditionen zelebrieren.