Departed – Unter Feinden

Ein bisschen fühlte ich mich genötigt, den Film zu schauen, mag ich doch sowohl Leonardo DiCaprio als auch Matt Damon überhaupt nicht, sprach mich die Handlung doch so überhaupt nicht an … und kam doch der schnucklige Will Smith mit seinem noch schnuckligeren Sohnemann eine Stunde später im Kinoprogramm. Da ich aber solche Fragen nicht unbedingt gut ausdiskutieren kann, kämpfte ich die erste halbe Stunde mit dem dringenden Bedürfnis einzuschlafen und zum Abspann wieder aufzuwachen.

Im Nachhinein kann ich nur sagen: bloß gut, dass ich durchgehalten habe! Der Film war so was von spannend, aufregend, voller Knistern, dass ich nicht mehr ruhig in meinem Kinosessel sitzen bleiben konnte. Und auch wenn ich ihn nicht mag, so musste ich wieder einmal Leo’s Sterben beweinen – als hätte ich das nicht schon zuvor in Titanic und eben auch in Romeo&Julia ausgiebig getan.

Landidylle

Im Sommer ist es in der Heimat am schönsten: Die Fische plätschern im Teich, überall blüht’s und duftet’s, und in der Mittagshitze bewegt man sich höchstens noch zwischen der Sonne auf der Terasse und der Kühle des Hauses. Oder man hüpft so. Und dann kann man stundenlang in der warmen Sommernacht stehen – in der Stadt ist der Sternenhimmel nie so beeindruckend.

Heute morgen bekamen Mama und ich zum Mutter-Tochter-Frühstück Besuch und mussten feststellen: Auch das ist Landleben – Menschen die dolle nach Pferdestall müffeln. Pfui Teufel …

Revival

Retro ist in … und wird mit jedem Heimatbesuch mehr und mehr zelebriert. Heute kleines Grazien-Treffen anlässlich Mandys Geburtstag – ein würdiger Auftakt für ein Wochenende, das noch das ein oder andere Revival verspricht. Alles ist anders, und doch bleibt letztenendes alles wie es war.

„Ich bin die Andere“

Gestern in der Videothek habe ich mich einmal wieder für einen deutschen Film entschieden. Weil ich allen Filmen aus unseren Landen eine Chance geben will … nein, so mildtätig denke ich bei der Auswahl nicht, es geht mir mehr darum, dass deutsche Filme mehr in die Tiefe gehen. Nachdenklich machen statt nur lustige, schöne, gruselige Geschichten zu erzählen. Ich fühl halt gerne mit den Figuren im Film mit. Und das geht meiner Meinung nach bei deutschen Filmen am besten.

Gestern ist mir mal wieder aufgefallen: fast alle deutschen Filme machen depressiv. Ich meine damit jetzt nicht Komödien à la Vollidiot oder Sieben Zwerge allein im Wald … ich meine all die anderen, wirklich guten Filme, mit den richtig guten Schauspielern. Die versinken fast im Nebel dunkler Stimmungswolken. So gut wie nie ein Happy-End. Zerbrochene Beziehungen, Unfälle, Tod … und immer bleiben am Ende ein paar Tränchen im Augenwinkel, begleitet von Liedern in den traurigsten Moll-Tönen. Naja, die einzige Ausnahme, die mir da einfällt, ist „Sommer vorm Balkon“. Ich lasse mich jedoch auch gern vom Gegenteil überzeugen …

„Ich bin die Andere“ jedenfalls war noch nicht mal ergreifend, bewegte sich in extrem abstrusen Handlungssträngen, kam sehr unrealistisch daher und hat mich schwer enttäuscht. Von August Diehl zum Beispiel. Und von der Geschichte, die nichts von dem hält was sie verspricht. Einzig und allein zwei Personen/Figuren haben mich davon abgehalten, auszuschalten:  Armin Müller-Stahl und die Verlobte von August Diehl’s Rolle …

naja, und die Erkenntnis, dass Stimmungsschwankungen noch kein Grund sind, sich Sorgen zu machen um das geistige Wohlbefinden 😉

Traurige Erkenntnisse

Da hab ich meine halbe Kindheit hindurch im Kirchenchor mitgeträllert, habe Instrumente gelernt, hab mein Taschengeld durch musikalische Beiträge auf Rentnerweihnachtsfeiern aufgebessert (ja, ich war jung und brauchte das Geld) … und nun würde ich jeden Hund unter’s Sofa jagen, wenn ich mich laut und mittlerweile schief zum Singen zu mitreißenden Liedern verleiten lasse.

Ich kann nicht mehr singen. Nun, vielleicht konnte ich’s noch nie … Aber das macht nix. Schief mitsingen macht auch Spass.

Schönes Wochenende!

Reiseführer gesucht

Die ersten Schritte sind immer die schwersten. Auch wenn man im Second Life einfach durch die Lüfte sausen kann, was wirklich ein seltsames Bauchkribbeln auslöst, muss man doch irgendwann die Tricks und Kniffe virtueller Konversationen lernen. So hat Miez Miles, mein zweites Ich, heute vor einem fremden Mann Hula getanzt – ich war schockiert von der Unverfrorenheit der jungen Dame. Noch kaum bekannt und schon verschrien.

Nicht dass ich in meinem First Life noch nicht genügend ausgelastet wäre – es handelt sich hier eher um wissenschaftliches Interesse. Wenn Madame Royal ihren Wahlkampf mit einem Avatar in fremden Welten führen kann und wenn dort bei Pressekonferenzen bekannter Unternehmer kleine sonst bedeckte männliche Körperteile über den Köpfen der Teilnehmer kreisen können – wo kommen wir da nur hin?

Nun, der erste Horizont, der sich bei mir erweitern wird, wird das Aufgeben meiner konsequenten Maus-Ignoration sein … Ich bin passionierte Touchscreen-Streichlerin, was die geistige und physische Beweglichkeit meines zweiten Ich jedoch deutlich einschränkt. Aber immerhin hab ich’s heute schon – und da wird der ein oder andere leuchtende Augen kriegen – ins „Apfelland“ geschafft, aus dem ich ganz schnell geflüchtet bin, weil mein Aufenthalt von einem Kölner Radiosender akustisch untermalt wurde. Ist es nicht eigentlich so, dass man im SL anonym unterwegs ist? Ich fühlte mich unangenehm durchschaut … bin geflüchtet, hab mich in den ganz realen Wind gestellt und geträumt ich könne fliegen.

Musik zum Einschlafen

 

 

„Chasing Cars“ ging mir langsam auf den Geist, beim Reinhören ins letzte Album von Snow Patrol habe ich mich aber verliebt in „You could be happy“. Nach langem Herumschleichen um die CD im Saturn habe ich heute zugeschlagen, und genieße damit jetzt meinen Feierabend und verliebe mich in noch mehr Songs davon. Gute Nacht in die Welt da draussen …

 

 

 

snow patrol