Reiseführer gesucht

Die ersten Schritte sind immer die schwersten. Auch wenn man im Second Life einfach durch die Lüfte sausen kann, was wirklich ein seltsames Bauchkribbeln auslöst, muss man doch irgendwann die Tricks und Kniffe virtueller Konversationen lernen. So hat Miez Miles, mein zweites Ich, heute vor einem fremden Mann Hula getanzt – ich war schockiert von der Unverfrorenheit der jungen Dame. Noch kaum bekannt und schon verschrien.

Nicht dass ich in meinem First Life noch nicht genügend ausgelastet wäre – es handelt sich hier eher um wissenschaftliches Interesse. Wenn Madame Royal ihren Wahlkampf mit einem Avatar in fremden Welten führen kann und wenn dort bei Pressekonferenzen bekannter Unternehmer kleine sonst bedeckte männliche Körperteile über den Köpfen der Teilnehmer kreisen können – wo kommen wir da nur hin?

Nun, der erste Horizont, der sich bei mir erweitern wird, wird das Aufgeben meiner konsequenten Maus-Ignoration sein … Ich bin passionierte Touchscreen-Streichlerin, was die geistige und physische Beweglichkeit meines zweiten Ich jedoch deutlich einschränkt. Aber immerhin hab ich’s heute schon – und da wird der ein oder andere leuchtende Augen kriegen – ins „Apfelland“ geschafft, aus dem ich ganz schnell geflüchtet bin, weil mein Aufenthalt von einem Kölner Radiosender akustisch untermalt wurde. Ist es nicht eigentlich so, dass man im SL anonym unterwegs ist? Ich fühlte mich unangenehm durchschaut … bin geflüchtet, hab mich in den ganz realen Wind gestellt und geträumt ich könne fliegen.

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