„Ich bin die Andere“

Gestern in der Videothek habe ich mich einmal wieder für einen deutschen Film entschieden. Weil ich allen Filmen aus unseren Landen eine Chance geben will … nein, so mildtätig denke ich bei der Auswahl nicht, es geht mir mehr darum, dass deutsche Filme mehr in die Tiefe gehen. Nachdenklich machen statt nur lustige, schöne, gruselige Geschichten zu erzählen. Ich fühl halt gerne mit den Figuren im Film mit. Und das geht meiner Meinung nach bei deutschen Filmen am besten.

Gestern ist mir mal wieder aufgefallen: fast alle deutschen Filme machen depressiv. Ich meine damit jetzt nicht Komödien à la Vollidiot oder Sieben Zwerge allein im Wald … ich meine all die anderen, wirklich guten Filme, mit den richtig guten Schauspielern. Die versinken fast im Nebel dunkler Stimmungswolken. So gut wie nie ein Happy-End. Zerbrochene Beziehungen, Unfälle, Tod … und immer bleiben am Ende ein paar Tränchen im Augenwinkel, begleitet von Liedern in den traurigsten Moll-Tönen. Naja, die einzige Ausnahme, die mir da einfällt, ist „Sommer vorm Balkon“. Ich lasse mich jedoch auch gern vom Gegenteil überzeugen …

„Ich bin die Andere“ jedenfalls war noch nicht mal ergreifend, bewegte sich in extrem abstrusen Handlungssträngen, kam sehr unrealistisch daher und hat mich schwer enttäuscht. Von August Diehl zum Beispiel. Und von der Geschichte, die nichts von dem hält was sie verspricht. Einzig und allein zwei Personen/Figuren haben mich davon abgehalten, auszuschalten:  Armin Müller-Stahl und die Verlobte von August Diehl’s Rolle …

naja, und die Erkenntnis, dass Stimmungsschwankungen noch kein Grund sind, sich Sorgen zu machen um das geistige Wohlbefinden 😉

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