Ein Tag im Second Life …

Miez Miles verdient grad ihr erstes eigenes Geld in Second Life. Sie erntet Kartoffeln auf dem Acker von funny frisch und bekommt für 15 Minuten 1 L$. Hungerlohn, aber immerhin ist sie hier in Gesellschaft (von Chrisman McDonnell und Maddy Tenk).
Ansonsten hat Miez heute schon einen Typen getroffen, der auf der SIM der Deutschen Post mitten im verschneiten Tannenwald stand und „mal eben ein stilles Örtchen brauchte, um seine Haare wieder zu suchen“ – die waren nämlich plötzlich weg. Er hat sie aber glücklicherweise wiedergefunden und hat Miez den Onyx Club als coolen Ort empfohlen, bei dem ist er sogar schon Gold Visitor.
Dann war Miez bei Weltbild (übrigens mein Favourite bisher), wo sie zwar nicht die DVD-Trailer im Kino anschauen konnte, dafür aber in aktuelle Musik in der Musiclounge reinhören konnte, einen wunderschönen Vollmond und romantischen Sternenhimmel bewundern konnte, in der Strand-Tanz-Bar wirklich den perfekten Hüftschwung hingelegt hat, dann noch kurz auf dem kleinen Felsen nebenan auf der Yoga-Matte ein paar Asanas geturnt und – absolut grandios auf dem mondbeschienenen Meer windgesurft ist(okay, da ist Miez dann runtergefallen und stand ratlos am Meeresgrund). Ein ganz, ganz toller Tag. Leider war Miez bei Weltbild ganz alleine und leider wurde sie ihre Tanzbewegungen nicht wieder los, sodass sie in seltsam anmutenden Tänzen unterwegs war. Da half nur noch der sofortige Ausstieg aus Second Life.

Jetzt hat Miez 2 L$ in ihrer Tasche und wird ordentlich einen draufmachen heut abend …

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Heath

Heath Ledger ist tot. Viel wurde in den letzten Tagen darüber berichtet. Für mich war er einer der sympathischsten Schauspieler der letzten Jahre. Weil er so genial spielen konnte. Weil aus jedem Foto, das von ihm geschossen und veröffentlicht wurde, der Schalk lachte. Weil er so authentisch war, in allem was er tat. Er hat wohl einmal gesagt, dass er Lampenfieber hatte in der Öffentlichkeit – das musste er gar nicht erwähnen, das sah man, wenn er im Blitzlichtgewitter stand. Und weil er so ein interessanter Mann war, mit dem sicherlich jede(r) gerne mal einen Abend mit Plaudern über Gott und die Welt verbracht hätte (oder hat).

Eigentlich ist es ein trauriger Anlass – aber ich habe trotzdem in den letzten Tagen den ein oder anderen Film geschaut … „Brokeback Mountain“ zum Beispiel oder „Monster’s Ball“. Gestern abend war dann ein kollektiver Heath-Gedächtnis-Abend geplant – seine schönsten Filme. Und äußerst pietätlos schliefen wir nach 1 1/2 Filmen ein. Immerhin haben wir „10 Things I hate about you“ im Original gesehen, so viel zu unserer Verteidigung! Und „Lord of Dogtown Boys“ passte nicht in unsere Stimmung. „Casanova“ schon eher, aber den kannte ich schon. Und der Rotwein tat seinen entspannenden Dienst…

Um noch einmal auf die Flut an Meldungen der letzten Tage zurückzukommen: Hier ist der für mich schönste Artikel der letzten Tage. Und noch was wirklich Wunderschönes: Das erste und einzige Werk, bei dem er Regie führte:

Bin gerührt …

Wärmstens empfohlen: Drachenläufer

Mein erster und mich noch immer beschäftigender Gedanke gestern abend bei meinem ersten Kinobesuch im kleinen Kino um die Ecke: Mann, sind die alle alt! Alle, die halbwegs in unserem Alter waren, waren mit den Eltern da. Naja, macht nichts, im Kino zählt ja der Film. Und der war ein würdiger Auftakt für mein Kinojahr.

Amir und Hassan wachsen in Kabul recht unbeschwert und unzertrennlich auf. Bis Amir dann merkt, dass Hassan bei den coolen Jungs der Stadt nicht gerade beliebt ist, um es mal nett auszudrücken. Und Amir fängt an, die ein oder andere fiese Aktion zu starten. Hassan aber würde für Amir durchs Feuer gehen. Und das wird ihm zum Verhängnis …  Als die Sowjets in Kabul einmarschieren, muss Amir mit seinem Vater fliehen. Nach Amerika. Heimlich. Im Tank eines Tanklasters. Amir und sein Vater bauen sich ein neues Leben in Amerika auf. Amir wird Schriftsteller, heiratet, führt ein glückliches Leben. Bis er zurück nach Afghanistan gerufen wird …

Ich bin ja sowieso eine Heulsuse, wenn’s ans Herz geht – aber so hat mich lange kein Film berührt. Und ich krieg jetzt noch eine Gänsehaut, wenn ich mir den Trailer noch einmal anschaue. Unbedingt angucken! Oder Buch lesen – das soll nämlich noch schöner sein.

Trailer gibt’s hier.