Häkeln – eine ganz große Liebe

Ein wenig hatte ich Angst vor dem Beginn meines Mutterschutzes. Schließlich hatte ich seit dem Abitur keine Freizeit mehr, die länger als drei Wochen andauerte. Mit großer Babymurmel konnte ich noch nicht mal mehr längere Autofahrten planen, um Freunde zu besuchen, geschweige denn eine Reise antreten. Es ging mir prima, es war tiefster Winter, und ich durfte nicht mehr arbeiten. Wohin also mit der vielen Zeit?

haekeln_babydeckeInspiriert von einigen tollen Mädels auf Instagram (vor allem Marzi, Eva und Stephanie) stand ziemlich schnell fest: Ich werde meinem Nestbautrieb fröhnen und eine Babydecke häkeln. Schließlich hatte ich Häkeln als Kind gelernt und damals für einfacher als Stricken und Nähen befunden. Ich stöberte also in der Handarbeitsabteilung der ansässigen Buchhandlung und fand ein tolles Buch mit vielen einfachen Einsteigerprojekten. So entstanden die ersten Loops mit festen Maschen und halben Stäbchen, quasi als Übungsstücke. Wolle hatte ich von früheren, misslungenen Strick-Ambitionen noch genug. Dann kaufte ich Wolle in gelb, grün und grau – und los ging’s.

haekeln_lilaSeit einigen Monaten entstehen nun hier in der gemütlichen Ecke unserer Couch nicht nur Babydecken, sondern vor allem Mützen, Loops, Zpagetti-Körbchen, Loops, Amigurumis, Eierwärmer, Mützen, Hausschuhe (ja, auch die kann man häkeln) und Mützen. Weil man mit der Häkelnadel aber nicht so schön klappern kann wie mit Stricknadeln, habe ich mir auch das Stricken wieder beigebracht. Und weiter Loops kreiert. Die ganz große Liebe aber ist und bleibt das Häkeln. Die Stücke sind schnell fertig und ich mag die Muster, die mit wenig Aufwand entstehen.

haekeln_eierwaermerDa aber weder mein Kleiderschrank noch der Kölner Winter so viele Loops und Mützen vertragen, wie ich im vergangenen Jahr produziert habe und ich auf vielen Mama-Blogs und bei Instagram immer wieder wunderhübsche selbstgefertigte Babyklamotten bewundert habe, ließ ich mir vor einigen Wochen zu meinem Geburtstag eine Nähmaschine schenken. Ich habe zwar einen riesigen Respekt vor dem Umgang mit einer Nähmaschine – in der Vergangenheit habe ich da kein so gutes Händchen bewiesen. Aber ich bin gespannt und habe große Lust aufs Nähen.

Aber eine alte Liebe rostet nicht, so dass ich hier immer mal wieder zeigen werde, was mir so von der Nadel hüpft. Auch Anleitungen wird es geben. Da meine Platzkapazitäten für warme Winteraccessoires nun doch erschöpft ist, könnte ich als nächstes eine Decke in Angriff nehmen. Ihr dürft gespannt sein.

Und was macht Ihr so, abends auf der Couch?

Kathleen

 

Alle Jahre wieder: Gute Vorsätze

Das neue Jahr ist drei Tage alt, und wie immer jongliere ich in meinem Kopf, welche „Man könnte mal wieder…“ auf die obligatorische Liste der guten Vorsätze kommen sollen, damit 2014 ein zufrieden stellendes  Jahr wird. Da sind die Klassiker ebenso dabei wie auch einige Herzensangelegenheiten, die mir speziell dieses Jahr wichtig sind. Und weil es immer so schön verbindlich wird, wenn man seine Gedanken offenbart, kommt hier meine persönliche To-do-Liste für 2014.

1. Eine gute Mutter sein

Seit der Geburt des Sohnemannes bis zu seinem 1. Geburtstag bin ich in Elternzeit. Ich bin also Vollzeit-Mama. Ab April werde ich ins Arbeitsleben zurückkehren, also Teilzeit-Arbeitnehmerin und Teilzeit-Mama werden. Damit schwingt natürlich ein Stück weit die Angst mit, nicht immer meinen Ansprüchen in beiden Rollen gerecht werden zu können. Das soll nicht passieren. Ich freue mich, wieder im Job Gas zu geben und Ideen zu verwirklichen. Und genauso liegt es mir am Herzen, die kürzere Zeit mit dem Sohnemann umso intensiver zu genießen und bunt zu gestalten. Wir werden sämtliche Spielplätze der Umgebung erobern. Lego-Kunstwerke erschaffen. In den Zoo gehen. Bagger bewundern. Sonnenblumen im Balkonkasten beim Wachsen zusehen. Bahn fahren. Ach, ich bin so gespannt auf diese Zeit.

2. Kreativ bleiben

Als letztes Jahr der Mutterschutz näher rückte und damit die erste Pause vom Arbeitsleben nach 15 Jahren, wurde mir ein wenig ärmlich zumute. Den ganzen Tag zu Hause sitzen sollte ich? Doch statt Spider-Solitär, Mah Jong & Co. zu verfallen, sprudelten die Ideen. Inspiriert von Instagram und Pinterest, reaktivierte ich meine in der Kindheit erworbenen Häkelkenntnisse, kaufte tolle Häkelbücher und legte los.  War ich früher handwerklich eher bemüht als begabt, so hatte ich plötzlich ein ziemlich gutes Händchen und wagte mich sogar an Ideen, für die ich keine Häkelanleitungen hatte. Und hey, ich traue mich, die meisten meiner Häkelwerke in aller Öffentlichkeit zu tragen. Na gut, bis auf die Hausschuhe 🙂 Vor ein paar Wochen habe ich mich auch ans Stricken gewagt, und seit meinem Geburtstag im Dezember besitze ich eine Nähmaschine, die hier bald die Abende hindurch schnurren soll.

Das alles soll nach der Elternzeit nicht vorbei sein. Statt Abends vor dem Computer zu versacken, möchte ich werkeln, Ideen umsetzen und mich selbst überraschen, dass vieles gar nicht so schwer ist wie es aussieht.

3. Wieder fit werden und Pfunde verlieren

Jaja, der Klassiker schlechthin unter den guten Vorsätzen. Auch bei mir sind Sportgeist und die Sehnsucht nach dem Wohlfühlgewicht jedes Jahr auf der Liste. Schwangerschaft und Geburt sind schon eine Weile her, dennoch fiel es mir in den letzten Monaten dank Stillen und schlafärmeren Nächten schwer, die verbliebenen Schwangerschaftsreserven loszuwerden. Da half auch das Bootcamp nichts, in dem ich mich von August bis November zweimal wöchentlich ausgepowert habe. Jetzt bin ich in Aufbruchstimmung. Regelmäßig laufen ist angesagt, mindestens 2x pro Woche. Vielleicht peile ich für den Herbst wieder einen Halbmarathon an. Dazu möchte ich wieder bewusster essen – die Schokoschlemmereien aus der Stillzeit müssen der Vergangenheit angehören. Und etwas übermütig setze ich mein Wunschgewicht dort an, wo ich vor sechs Jahren zuletzt war. Sieben Kilogramm weniger wären schön – werden schön.

4. Zeit für Zweisamkeit schaffen

Seit der Sohnemann auf der Welt ist, gibt es uns nur im Dreierpack. So schön das ist, so ist die Zeit, in der nur wir zwei zählen, im letzten Jahr doch recht knapp gewesen. Selbst wenn wir abends gemeinsam einen Film schauen, meldet sich immer wieder mal der Sohnemann, sodass wir eigentlich immer auf Abruf bereit sind zum Trösten und In-den-Schlaf-Schunkeln. Bisher haben wir die zahlreichen Babysitting-Angebote aus dem Freundeskreis noch nicht annehmen können. Einen Abend haben wir zu Weihnachten die Omama als Hüterin eingesetzt und waren mit einem Freund aus. Ich hoffe sehr, dass wir das im kommenden Jahr etwas entspannter sehen und uns öfter ohne den Sohnemann aus dem Haus trauen.

5. Freundschaften pflegen

Oh weh, ich habe meine Freundschaften arg vernachlässigt im vergangenen Jahr. Nicht nur, dass ich kaum bei Mädelstreffen dabei war, keine Briefe oder längeren Mails geschrieben habe – selbst auf Antwort auf SMSe musste man bei mir lange warten. Und dann waren wir zu Weihnachten alle von einem komischen Magen-Darm-Virus befallen, sodass ich viele alten Freundinnen aus der Heimat nicht sehen konnte. Hier möchte ich 2014 vieles besser machen und öfter ein Lebenszeichen aussenden.

Die Vorsätze sind gefasst, jetzt kann das neue Jahr starten. Ich freu mich drauf und werde hier regelmäßig einen Zwischenstand abgeben.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.

Kathleen

Willkommen im Familienleben

FamilienlebenSeit dem letzten Beitrag auf diesem Blog hat sich eine ganze Menge in meinem Leben getan. Ich bin im April letzten Jahres Mama eines fröhlichen kleinen Sohnes geworden. Ein Jahr nehme ich mir eine Auszeit von meinem Job, um seine ersten Schritte ins Leben zu begleiten und zu behüten. Und neuerdings darf ich mich auch Ehefrau nennen. Wir haben geheiratet, ganz für uns, als kleine Familie. Wir sind damit nicht glücklicher als vorher, aber wir sind eine Einheit geworden. Eine Einheit, die sich einfach nur schön anfühlt.

Mein Leben hat sich also ein Stück weit verändert. Es ist ein Familienleben geworden. Das Reisen, das früher hier eine große Rolle spielte, ist als eine Leidenschaft geblieben. Vor allem aber schreiben die kleinen Erlebnisse in meinem Alltag momentan die schönsten Geschichten in meinem Leben. Und die möchte ich gerne teilen. Es wird viel ums Familienleben gehen, um schöne kleine DIY-Projekte, um kleine Ausflüge und große Reisen, um den Arbeitsalltag, um Glück und Sorgen, um Freuden und Ängste. Und hübscher soll’s hier in meinen virtuellen vier Wänden auch noch werden. Ich freu mich drauf. Ich freu mich auf Euch. Willkommen bei Kathaleenchens Zuhause im Netz!

Eure Kathleen