Jahresrückblick: Das war mein 2015

Einen Tag zählt dieses neue Jahr 2016 nun, und bis das vergangene Jahr ganz in der Mottenkiste der Erinnerungen verschwindet, möchte ich zurückblicken und berichten, was mich Monat für Monat in diesem Jahr bewegt hat. Die letzten 12 Monate waren randvoll gepackt mit viel Zeit für die Familie, wunderschönen Momenten mit Mann und Sohnemann, der Geburt eines ganz zauberhaften kleinen Mädchens, tollen Reisen und einigen kreativen Projekten. Ein erfülltes Jahr geht zu Ende. Aber es gibt da auch eine Lektion, die mir 2015 beschert hat: Ich bin ein unerschütterlicher Optimist, was mir stets eine große Stütze ist. Es wird ganz sicher gut gehen – mit diesem Lebensgefühl stürze ich mich in all meine Vorhaben und ziehe daraus viel Energie und Tatendrang. Dass mir aber manchmal ein wenig mehr Vorsicht und Risikoaversion gut tun würde, musste ich im September lernen. Aber eins nach dem anderen, und so starte ich mit dem Jahresanfang.

Der Januar

Mit dem neuen Jahr starte ich in den Mutterschutz und kann mich nun voll auf den letzten Monat der Schwangerschaft konzentrieren. Dafür blieb davor kaum Zeit, denn mit der späten Entdeckung meiner kleinen Bauchbewohnerin und gleichzeitigem Start in den neuen Job verging die Kugelzeit ganz schön rasant. Ich stürze mich also in den Nestbautrieb, stricke eine Babydecke, mache Mittagsschlaf und genieße die Nachmittage mit dem Sohnemann sehr intensiv – schließlich muss er seine Eltern bald teilen. Wir besuchen die „IAA“ auf dem Hauptbahnhof (so hießen ICE-Züge damals bei ihm noch), gehen ins Kindercafé um die Ecke und bauen Prachtschlösser mit Lego Duplo.

Der Februar

Mit ein paar Tagen Verspätung kommt unser kleiner Wirbelwind auf die Welt. Alle sind verzaubert: die Mami von der unkomplizierten Geburt, der Papi von ihren braunen Augen (hey, endlich mal etwas, das er vererbt hat), der Sohnemann von der Zartheit und der Zerbrechlichkeit dieses kleinen Geschöpfes. 10 Tage später verzaubert uns dann ihr kräftiges Stimmchen, denn mit dem Beginn der Koliken stellen wir endgültig fest: Unsere Tochter hat ein unheimlich lautes, unheimlich tiefes Organ.

Der März

Der Familienalltag zu Viert stellt sich ein und mit ihm die Erkenntnis: Wenn man die Ansprüche an einen perfekten Tagesverlauf eine Stufe tiefer justiert, läuft alles ganz entspannt. Wenn der Sohn bei der Tagesmutter ist, unternehme ich viele lange Spaziergänge in der noch kalten Frühlingssonne. Immer Montags genießt das Babymädchen ihr wöchentliches Wellnessprogramm bei der Babymassage.

Der April

Der Sohnemann wird 2. Gefeiert wird das zu Ostern in der Heimat, zusammen mit dem Onkel, der am gleichen Tag Geburtstag hat. Wieder zu Hause, steigt mit den Kumpels aus der Nachbarschaft eine Bagger-Geburtstagsparty. Das Babymädchen startet mit PEKIP und ich lerne dabei ganz tolle Mamas kennen. Ich genieße das erste Eis und setze mich nach langer Zeit wieder an die Nähmaschine. Für den Sohnemann entsteht eine Frühlingsmütze nach der Anleitung der Wendebeanie von Hamburger Liebe.

Der Mai

Wir verbringen Himmelfahrt zusammen mit Freunden an der Nordsee in Holland und lassen uns die Seeluft um die Nase wehen. Zu Hause blühen Pfingstrosen und Flieder um die Wette. Ich nähe Outfits mit ebooks vom Milchmonster: Pumphose Frida fürs Töchterchen und Kleid Toni für mich.

Der Juni

Hamburg ruft – und wir kommen. Zum ersten Mal besuchen und besichtigen wir ausgiebig die Hansestadt und treffen einige Freunde. Wieder zurück startet für mich das Projekt Wasserwoche von Gerolsteiner. Mit dem Viermonatsgeburtstag des Mädchens startet für mich die erste Etappe des Wiedereinstiegs in meinen Job: Ich arbeite 10 Stunden die Woche von zu Hause aus. Die Projekte machen mir großen Spaß, die Kollegen freuen sich über die Unterstützung und mit dem Tochterherz kann ich meine Tätigkeit super organisieren. Ein Wochenende verbringen wir mit Oma und Opa in Rodenkirchen auf dem Campingplatz, direkt am Rhein ist das fast ein bisschen wie ein Kurzurlaub. Wir gehen aufs Feld und pflücken kiloweise Erdbeeren.

Der Juli

Mich rappelt’s und lasse mein Haar wieder auf Länge eines Long Bobs kürzen. Da das Töchterchen aber pausenlos an den Haaren zieht, verschwindet die Frisur meist in einem Pferdeschwanz. Omama und Opapa kommen zu Besuch. Wir machen eine Bootsfahrt auf dem Rhein und feiern ein Sommerfest bei unserer Tagesmutter. Meine erste Coco springt mir von der Nadel. Die letzte Juli-Woche verbringen wir in der Heimat, essen Sauerkirschen vom Baum, schaukeln bis in den Himmel, fahren Rasentraktor, feiern den Geburtstag vom Opa und staunen über einen spontanen Mähdrescher-Einsatz auf dem Feld direkt hinter dem Haus von Oma und Opa. Das Babymädchen beginnt zu robben.

Der August

Der Sohnemann hat Sommerferien und genießt die viele Zeit mit Mama und Schwesterchen. Ich nehme am BusinessRun teil und freue mich, viele Kollegen einmal wieder persönlich zu treffen. Zum Geburtstag des Papas fahren wir mit einem kurzen Stopp im schönen Weimar wieder in die Heimat, um dort mit Familie und Freunden zu feiern. Das Mädchen bekommt den ersten Brei und scheint diesen Meilenstein ihrer Entwicklung nicht so zu genießen. Ich werde Tante und muss mich beeilen, das Geburtsgeschenk, eine Regenbogen-Häkeldecke, rechtzeitig fertigzustellen. Der Monat endet für den Sohn mit dem Abschied bei der Tagesmutter.

Der September

Unser Sohn wird Kindergarten-Kind und macht seine Sache ganz hervorragend. Die Eingewöhnung verläuft super und zügig. Erst als sich die Aufregung des neuen Alltags gelegt hat, wird der Abschied morgens etwas schwerer. Auf der einen Seite läuft’s super, auf der anderen Seite erfahre ich, dass mein mein befristeter Arbeitsvertrag nicht verlängert wird, ich mir also eine neue berufliche Heimat suchen muss. Das geplatzte Versprechen, dass ich bei meinem schnellen Wiedereinstieg unbefristet verlängert werde, hinterlässt einen faden Beigeschmack und rüttelt an meiner im Nachhinein naiven Überzeugung, dass schon alles gut gehen wird und Versprechen gehalten werden. Wie nach der Elternzeit mit dem Sohnemann besuche ich nun täglich die Onlinejobbörsen und schreibe fleißig Bewerbungen. Ich verlagere meinen Tatendrang auf den Sport und habe wieder einmal regelmäßige Dates mit meiner Sportmatte, den Hanteln und Jillian Michaels. Und ich nähe mein erstes Shirt Bronte. Den Monat lassen wir mit Omama und Opapa ausklingen, die für ein paar Tage zu Besuch sind. Der Sohnemann überwindet im Wildgehege seine Angst vor Tieren und füttert Ziegen und Rehe.

Der Oktober

Ich steige mit Sohnemann und Töchterchen in den ICE nach Leipzig, wir besuchen Oma und Opa. Dort unternehmen wir Spaziergänge durch den frühen Herbst, suchen Pilze und basteln Figuren aus Kastanien und Eicheln. Direkt im Anschluss startet unsere große Reise: Wir touren vier Wochen mit einem Wohnmobil durch den Südwesten der USA und sind überwältigt von San Francisco, dem Yosemite, dem Death Valley, Las Vegas, dem Bryce Canyon, dem Monument Valley, dem Grand Canyon, den Yoshua Trees und der Pazifikküste. Das Mädchen setzt sich nun ganz alleine hin und prustet uns ihr Essen entgegen. Mit dem Kindergartenstart hat der Sohnemann vor allem sprachlich einen Riesenschub gemacht und führt nun ausgiebige Unterhaltungen mit uns.

Der November

Zurück von unserer Reise, feiern wir ausgiebigst Sankt Martin und lassen unser Licht auf einigen Laternenumzügen leuchten. Ich nähe ein Herbstkleid auf Basis des Bronte-Schnitts und stricke Loops für das Mädchen und mich. Das Mädchen zieht sich jetzt überall hoch und liebt es, einfach rumzustehen. Wir lassen uns Apfelkuchen und Apfel-Crumbles scchmecken und bringen uns zum ersten Advent in der Heimat in Weihnachtsstimmung. Dort werden fleißig Plätzchen gebacken, Lebkuchenhäuser gebaut, der Stollen angeschnitten und das erste Türchen des Adventskalenders geöffnet.

Der Dezember

Ein tolles Jobangebot eröffnet den Weihnachtsmonat. Jetzt bleibt viel Zeit für die Adventszeit. Der Nikolaus kommt, wir erhellen die Wohnung mit Kerzen und Lichterketten und bekommen Pfefferkuchenmänner geschickt. Ganz selbstverständlich beginnt das Mädchen zu krabbeln und erklimmt die Treppen. Die Weihnachtsmärkte werden erobert, und der Sohn fährt auf dem Karussell Motorrad, Feuerwehr und Polizeiauto. Ich feiere meinen 36. Geburtstag und werde zunehmend wehmütig, wie so oft im Dezember und ganz besonders, weil sich langsam die Elternzeit dem Ende zuneigt. Wir gehen zum letzten Mal zum PEKIP. Im Januar beginnt die Eingewöhnung bei der Tagesmutter, und ab Februar werde ich wieder im Berufsleben sein und mich in einen neuen Job, neue Aufgaben und ein neues Team einfinden. Die Zeit mit den Kindern, vor allem mit dem Mädchen, wird kürzer. Sie wird sich an neue Bezugspersonen gewöhnen. Wir beide müssen los lassen. Auch wenn ich mich sehr auf die Rückkehr ins Berufsleben freue, so wird mir doch ein wenig bang ums Herz. Aber ich kenne das Gefühl vom Abschied der Elternzeit mit dem Sohn, und da wurde letztlich alles wunderbar. Also lenke ich mich ab und nähe fleißig Weihnachtskleider (die Ella in rot, die Coco in Glitzer-Dunkelblau und die Else in Aubergine), eine Mütze für den Sohnemann und Weihnachtsgeschenke für den Neffen. Das Weihnachtsfest verbringen wir in der Heimat und genießen den unvergleichlichen Zauber, den das Fest mit Kindern verströmt. Und ruckizucki sitzen wir beim Raclette und stoßen wir mit unseren lieben Nachbarn auf das neue Jahr an.

Es war wunderschön, dieses 2015. Nun wird es Zeit, Pläne zu schmieden und sich mit Elan in das neue Jahr zu stürzen. Ich wünsche Euch allen ein ganz wunderbares 2016! Alles Liebe!

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