Maritimes Bronte-Shirt (#RUMS 44/15)

Wenn ich schon mein neues Shirt Bronte mit amerikanischem Ausschnitt im Wilden Westen herumtrage – wir reisen gerade durch die Nationalparks im Westen der USA – und mich auf den Abend freue, wo ich mit dem WLAN auf dem Campingplatz durch den bunten Kosmos der Nähbloggerinnen streife, dann kann ich auch gleich meine neue Streifenliebe zeigen.

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Hier ist es also: Bronte in maritim mit schwarz-weißen Blockstreifen und einem roten Farbtupfer am amerikanischen Ausschnitt. Lange schlich ich um den Schnitt herum, nachdem so viele von schlecht sitzenden Schulterpartien berichtet hatten. Dann lag der Zuschnitt lange in der Ecke, weil mit Kids und Job einfach die Zeit fehlte. Vor dem Urlaub packte es mich dann doch, meine Sorgen um meine Schultern und meine wie immer riskante Größenwahl erwiesen sich als unbegründet – und Bronte durfte mit in den Koffer.

Den Stoff kann ich schlecht beschreiben, er hat etwas von dieser figurformenden Wäsche: fest, dennoch etwas dehnbar, wärmend – trägt sich aber im Großen und Ganzen sehr angenehm und formt ein bisschen da wo es nötig ist. Anhand der Stoffeigenschaften würde ich auf einen Romanit tippen. Entdeckt hatte ich ihn im größten Kölner Stoffladen, als ich einen festen Stoff für meine erste Coco gesucht habe. Das Nähen hat echt Spaß gemacht, und mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Der schöne Ausschnitt verleiht den schlichten Streifen etwas Besonderes, und ich kann es nicht nur im Urlaub oder auf dem Spielplatz, sondern mit Blazer später auch wunderbar im Job tragen.

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Das Bild ganz oben zeigt einen kleinen Einblick in unser mitreisendes Urlaubsdomizil: ein Wohnmobil, bei dem ich uns beim Buchen noch für verrückt hielt. Hier auf den Campingplätzen liegen wir jedoch mit 10 Metern Länge total im Durchschnitt. Und für die Kinder, besonders fürs Krabbelmädchen, macht sich der Platz innen mehr als bezahlt. Warum Wohnmobile heutzutage aber immer noch im 80er-Jahre-Schick eingerichtet werden müssen (und unseres ist ganz gewiss kein Relikt, sondern erst ein Jahr alt), erschließt sich mir nicht unbedingt. Ist die Zielgruppe mittlerweile so senior und konservativ?

Mit einer kleinen Impression unserer aktuellen Station – dem Monument Valley – verabschiede ich mich für heute, schiebe meine kleine Streifenliebe zu RUMS und bin bald wieder mit dabei (zu Hause warten einige herbstliche Stoffschätze und Ideen für die nächsten Projekte).

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Schnitt und Anleitung: Bronte (Jennifer Lauren Vintage)
Stoffe: Stoffmüller
verlinkt bei: RUMS

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Sonnensegel selbst genäht (#Rums 27/15)

Schon lange plane ich, wieder einmal etwas zum wöchentlichen RUMS beizutragen. Jeden Donnerstag komme ich aus dem Staunen kaum heraus, was für Träumchen von Kleidungsstücken so für die verschiedensten Jahreszeiten oder für ganz besondere Anlässe entstehen. Klar ist nicht jedes Kleid, nicht jedes Shirt und nicht jede Schlüpper (vor ein paar Wochen präsentierten einige Mädels tatsächlich ihre Eigenkreationen an Unterwäsche!) unbedingt meins. Aber jede Woche nehme ich ein paar Ideen mit – sei es dass mich ein Schnitt auf den zweiten oder dritten Blick fasziniert, sei es dass ich ganz schnell ein paar neue Stöffchen in den Dawanda-Einkaufswagen packe.

So sind einige hübsche Sachen seit der letzten Shelly entstanden, und viele tolle Schnittmuster warten hier auf ihren ersten Einsatz. Es hapert nur meistens an der Zeit und zugegebenermaßen auch am Geschick, schöne Fotos meiner Werke zu knipsen. Selfies sind ja nicht so meins, da fehlt mir einfach das Foto-gen.

Mein RUMS für heute ist vor einigen Wochen entstanden, als der Sommer noch vor der Tür stand und das Mädchen im Kinderwagen zunehmend in die Sonne blinzeln musste. Wenn ich schon das Mädchen vor der Sonne verstecken muss, möchte ich wenigstens etwas anderes Hübsches sehen. So entstand der Wunsch nach einem schönen Sonnensegel.Schicke, bunte und individuelle Sonnensegel gibt’s im Veedel hier und da für viel Geld zu kaufen. Da so ein Sonnensegel aber auch einfach und schnell selbst genäht ist, war klar, dass ich mir das Geld spare und mich lieber mit bunten Stoffen an die Maschine setze. Ein bisschen Nachhilfe habe ich mir hier geholt, nach meinen Vorstellungen abgewandelt – und los ging’s. Eine knappe Stunde später war es fertig: mein ganz eigenes, buntes Sonnensegel.

Sonnensegel Kinderwagen

Mit unserem Kinderwagen mit Streifenmuster in Grau und Orange sind wir farblich ziemlich festgelegt, sodass ich ein orangenes Segel nähen wollte. Der Stoff hat fast die gleiche Grundfarbe und passt daher ganz wunderbar. Das Highlight aber versteckt sich gut…

Die Unterseite ist bunt: Blümchen, Herzen und Tiere unterhalten das Mädchen im Wagen ganz hervorragend.

Von unten, also aus der Perspektive des Mädchens im Wagen betrachtet, ist das Sonnensegel bunt und voller schöner Motive. Die Blümchen, Herzen, Bäume und Tiere sind was zum Gucken und ein ausgezeichneter Ersatz für den Anblick der Mama, die ja hinter dem Segel verschwindet. Das Mädchen fühlt sich offenbar ganz toll unterhalten und freut sich jedes Mal sehr, wenn ich das Sonnensegel aufspanne. Zum ersten Mal im Einsatz war das Teilchen übrigens Anfang Juni in unserem Kurzurlaub in Hamburg, wo auch die Bilder entstanden sind.

Da würde ich auch gerne liegen… Und weil nicht nur das Mädchen das Sonnensegel toll findet, sondern auch ich, schieb ich’s noch schnell rüber zu RUMS.

Schnitt und Anleitung: www.mamahoch2.de
Stoffe und Gummiband: myo-stoffe