London – So schön war’s

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London II

Die Mandy ist ein Schatz!!! Sie hat uns nämlich heute abend viele hübsche Männer organisiert, die uns beglückt haben. Mit anderen Worten: Ja, es waren auch die Sugarbabes da. Ja, so ne Mädchenband hat eher zum Bierholen animiert. Aber davor und danach war uns gar nicht zum Bierholen zumute. So ein Konzert in England ist etwas anderes als in Deutschland. Da ist die Vorband nämlich die beliebteste, bei den Stereophonics rockte der ganze Koko Club, wir mussten um unseren Platz kämpfen. Danach leerte sich die Halle so ziemlich. Livekonzerte in England sind ganz besonders toll, weil man immer was sieht. Das ist in Deutschland nicht so einfach mit 1,65 Metern Größe, da hat man immer nur Köpfe im Blickfeld. Hier standen wir erst ziemlich weit hinten – und wir haben unsere Favourites unter den Stereophonics-Jungs in aller Ruhe festlegen können. Die Sugarbabes waren … naja, dazu muss nicht viel gesagt werden. Zu Keane standen wir dann ziemlich weit vorn. Und auch die Jungs waren toll. Kurzum: Wieder ein genialer Tag.

Ja, ich habe auch was von London gesehen heute. Auf den Buckingham Palace zum Schluss hatte ich keine Lust mehr, sonst habe ich eigentlich alles gesehen vom Touri-Programm. Etwas muss ich mir ja noch für morgen aufheben. Dann kommen neben dem Buckingham Palace noch sämtliche Museen an die Reihe. Und sämtliche Geschäfte Londons … mal sehen, wie lang die Liste morgen wird 🙂

London Part I

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Should I keep on training English? … Nein, genug davon gehört und gesprochen seit gestern. London hat mich mit Sonnenschein empfangen – und die Mandy mit einem Spaziergang durch Regent’s Park. Seitdem habe ich bereits fast die Hälfte meiner Liste an Not-Missing-Places abgehakt, auch den Londoner Regen erlebt und bin begeistert von allem. Unsere Route gestern nachmittag: Portobello Market – Kensington Palace – Hyde Park – St. Paul’s – Millenium Bridge – Tate Modern – St.Giles-in-the-Fields. Kulturell war es bisher und bleibt es auch weiterhin sehr abwechslungsreich und überraschungsreich. Nachdem ich gestern einem ziemlich guten Folk-Konzert in einer Kirche beiwohnen durfte, während dem skurrilerweise das Publikum im Takt die Köpfe schüttelte (obwohl die Musik schon sehr zum Tanzen animierte), konnte ich das Tanzen in der Kirche heute bei einem Gottesdienst erleben. Mandy ist die Überraschung gelungen: Ein Gottesdienst, bei dem in einer kuschelig-warmen Riesenkirche alle auf dem Teppichboden und auf Sitzkissen sitzen, an einer Bar Getränke und Essen verkauft werden und der Gottesdienst dann aus rockigen Lobpreisliedern mit Band (Keyboard, Drums, Gitarre) und Streichquartett besteht, gleich am Anfang auf dem Beamer die News der Gemeinde als Fernsehbeitrag laufen und die Gottesdienst-Führenden über Beamer für alle auch in der letzten Reihe übertragen werden, darauf muss man erst einmal vorbereitet werden 😉 Eine wirklich schöne Art, den Sonntagabend zu verbringen.

Heute war Shopping angesagt. Auf dem Spillsbury Market habe ich zugeschlagen. Das Harrod’s habe ich erst einmal rein visuell genossen, da sitzt die Kreditkarte nicht ganz so locker. Heute abend dann sind wir über den Picadilly Circus heim und sitzen nun mit lecker Glühwein im Wohnzimmer, in dem eigentlich nur noch der Kamin fackeln müsste, um aus dem Glücklich-Seufzen nicht mehr herauszukommen 😉

Ab morgen bin ich dann tagsüber alleine unterwegs und werde mich unter die Touris auf ihrer Tour mischen. Für abends ist bis jetzt ein Liveauftritt der Sugar Babes geplant (so die Gerüchte, welche Band aufgezeichnet wird). Und am Dienstag werde ich dann meine Kreditkarte locker machen, vielleicht gehe ich nämlich noch ein bisschen shoppen.

P.S.: Fast vergessen – der Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt wurde unter dem Wappen von Köln kredenzt!!! MIr kam dieses Wappen schon so bekannt vor … und letztenendes stellte es sich dann wirklich als ein Kölner Glühweinstand heraus!!! Die Organisation hatten sie aber noch nicht ganz raus, offenbar wurde die Nachfrage nach Glühwein unterschätzt.

URLAUB !!!!

Vorfreude

Ich kann es selbst kaum glauben … endlich mal wieder ein Flugzeug besteigen, auf in die Lüfte, mit Reiseführer, Vorfreude und Urlaubsstimmung im Gepäck. Auch wenn nur für fünf Tage … Wohin es geht – nun, das wird bald verraten. Meine neue Kamera wird endlich einmal auf ihre Kosten kommen, und hier wird es (hoffentlich!!!) mal wieder was zu sehen, zu lesen geben.

Jetzt gehts aber erst mal in die Heia – und versuchen, vor lauter Aufregung ein bisschen Schlaf abzubekommen, hihi.

Ommmmm

Als ich nach Köln kam, hatte ich vor, recht bald schon einem Hobby meiner Kindheit nachzugehen. Schließlich ist man ja neu in der Stadt, kennt keinen, braucht Anschluss … und die Frömmigkeit war nach der Junge-Gemeinde-Zeit irgendwie auch auf den Heiligabend in der Kirche und die zerfledderte Konfirmandenbibel im Bücherregal geschrumpft. Deshalb war mein erstes Vorhaben, mir in Köln hier schnell einen Kirchenchor zu suchen und einmal wöchentlich die Stimme zu ölen. Es sollte beim unverwirklichten Vorhaben bleiben…

Irgendwann vor zwei Jahren, noch bevor uns die Magisterarbeits-Phase sämtliches Leben außerhalb Bibliotheken und heimischen Schreibtischen stahl, hatten wir die verrückte Idee, einem Jazzchor beizutreten. Ist es nicht sexy, dem Liebsten mit rauchiger Stimme und einem Lied auf den Lippen „Guten Morgen“ zu sagen – oder ist es nicht rührend, wenn eine Mama ihrem kleinen Zuckerpüppchen mit einem „Häschen in der Grube“ ein seliges Lächeln ins Gesicht zu zaubern? Das alles macht sich mit den richtigen Tönen natürlich viel besser als mit schiefem Gekrächze. Nun, das „Guten Morgen“ bei uns erledigt allmorgendlich immer noch der Wecker …

Heute nun sollte mir das Vergnügen ereilen, endlich mal wieder zu singen. Seit letzter Woche versuche ich nämlich wieder einmal, regelmäßig Yoga-Kurse im Fitness-Studio zu besuchen. Ich hätte mich wohl wundern sollen, warum freitagabends nicht mehr die unglaublichen Massen in Badelatschen und Yoga-Matten vor dem Kursraum stehen, sondern das Grüppchen recht überschaubar geworden ist. Aber bis auf etwas meditativere Musik und eine andere Liege-Ordnung war letzte Woche alles wie gewohnt. Inklusive Muskelkater am Tag danach. Aber heute, heute war es nun doch anders. Heute wurden nämlich „Mantras gechantet“. Die beiden ellenlangen Wörter-Silben-Satz-Kombinationen konnte ich mir nicht merken und albern war’s am Anfang auch, als die Trainerin glockenhell losschmetterte und alle irgendwie ein „lalala“ von sich gaben … aber lustig war’s irgendwie doch.

Ich weiß nicht, ob’s am Singen lag oder an komischen Übungen, aber ich kann nicht mehr laufen. Zumindestens kann ich die Knie nicht mehr anwinkeln. Sonst sink ich in mich zusammen wie Pudding. Komisch. Ich bin gespannt, ob das einfach weggeht bis morgen oder sich wieder in einem ausgewachsenen Muskelkater niederschlägt. Aber beim kuscheligen Strohwitwen-Mädchenfilm-Sofa-Abend muss ich eh nirgendwo mehr hin heute.

Hamsterbacken???

Seit einigen Tagen bemerke ich, dass in meinem mittlerweile hohen Alter – zumindestens zu hoch eigentlich für die Weisheit – nein, für die Weisheitszähne natürlich, dass jedenfalls der vierte Weisheitszahn außer der Reihe tanzt. Er sprießt genau neben der Zahnreihe, nicht etwa unauffällig innen, sondern außen.

Nun stehe ich vor dem Spiegel, beobachte meine Kieferpartie und kann nicht einschätzen, ob die vorher schmaler war. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass der Klopper – und Weisheitszähne sind riesig – da an der Seite stehen bleiben kann. Und mir bleibt nur noch die Frage, ob Weisheitszahn-OPs wirklich so schrecklich sind, wie ich sie aus Erfahrungsberichten kenne…

Erkenntnisse eines Winterurlaubs

1. Snowboarden macht bestimmt viel mehr Spaß, wenn die Snowboardschuhe nicht zwei Nummern zu groß sind und man auf der Vorderkante nicht jedesmal rausschlappt.

2. Rodeln macht noch viel mehr Spaß, wenn man nicht mehr Kind ist.

3. Vorurteile gegenüber stalkenden Weißrussen können dazu führen, dass man sich am nächsten Tag beim großen Freestyle-Event insgeheim wundert, dass ein wirklich beeindruckend Salti springender Freestyle-Weltmeister so nervig sein kann.

Sonst war’s super, ich habe meinen Frischluft-Account für dieses Jahr um 99,9 Prozent aufgefüllt, und nun ist der Countdown meiner Magisterarbeit angebrochen: in 7 Tagen muss sie im Briefkasten des Prüfungsbüros liegen. Wer also zufällig ein paar Stunden Zeit übrig hat … immer her damit, ich kann jede Sekunde gebrauchen.

Ein schönes Wochenende an alle da draußen!!!

Islands Weiten

In einem kurzen Moment, in dem die Urinstinkte ausnahmsweise einmal hellwach waren, führte mein Weg heut morgen direkt nach dem Frühstück direkt zum CD-Regal. Und ganz fix hatte ich sie, die weiße Papphülle, schmaler als die ebenfalls weißen Papphüllen von Café del Mar und 2Raum-Wohnung und so ner Argentino-Elektro-Musik. Auf der weißen Hülle schwarze Skizzen gekritzelt, und der simple Name der Dame: Björk.

Wie konnte ich nur vergessen, was für eine beruhigende Wirkung Björks Musik hat? Schließlich hat sie mich in der Zeit rund um mein Abitur schon einmal eingelullt, breitete sie die alles andere dämpfende Decke über mich. 10 Jahre ist das jetzt her, und die Musik hat immer noch diese Eindringlichkeit für mich. Ja, ich gebe zu, dass Björk nicht immer geht. Dass ihre Stimme manchmal unerträglich plärrend ist. Und dass diese reine Singsang-Platte nie in mein CD-Regal wandern wird. Die Musik eigenartig und schroff aber dennoch irgendwie sehr melodisch, ganz wie Island.

Björk hat mich fasziniert, seit ein Kumpel von mir während meiner Geburtstagsparty (ich glaube ich bin 18 geworden damals) unbedingt vor dem Fernseher meiner Eltern sitzen musste und eine Björk-Island-Reportage auf Videokassette aufnehmen wollte. Seitdem will ich unbedingt auch einmal nach Island reisen. (Irgendwann einmal, wenn mir nicht nach Sonne und Wärme und südostasiatisches Backpackerfeeling zum Relaxen ist.)  Viele Erinnerungen werden wach, komischerweise aber keine bei denen man vergangenen Tagen nachweint. Weil sie einfach nur schön und nicht wehmütig sind. Genauso wie die Musik

Naja, jetzt dudelt sie wieder aus den schicken neuen Boxen hier neben mir. Während ich Magisterarbeit schreibe.

Eine schöne Woche allerseits!

Glattgeschliffen

Eine wunderbare Sache ist das, nun endlich eine Fundgrube für spontane Film-Gelüste auch nachts und sonntags zu haben – und das direkt um die Ecke! Und wenn man sich dann noch vom warmgekuschelten Sofa aufrappeln kann und die DVD zurückbringt, ist diese 24-h-Videothek unschlagbar günstig (zumindestens was den legalen Beschaffungsweg betrifft).

Bei der Anmeldung ergab sich allerdings ein kleines organisatorisches Problem: Ich habe keinen Fingerabdruck!!! Zumindestens konnte der Scanner meinen Finger nicht lesen. Den Daumen nicht, den Zeigefinger nicht, den Mittelfinger nicht … hey, habe ich vielleicht meinen Beruf verfehlt und nun meine Berufung entdeckt??? Was machen die mit mir, wenn ich wider Erwarten doch mal in die Staaten will? Nun ja, über meine Fingerkuppen ziehen sich schon sichtbar die typischen Rillen, wenn auch von kindlichen Malträtionen mit der Gitarre nicht mehr ganz so prägnant … irgendwann waren meine winterkalten Fingerchen dann auch ganz warm, als der Automat endlich sagte: ANMELDUNG abgeschlossen. Was hätte ich noch für eine Chance gehabt – den großen Zeh auszupacken???

Das nächste Mal stellte mir dann eine neue Herausforderung: Welcher Finger war es, der letztenendes eingescannt wurde? Ich wusste noch, dass es entweder der Daumen, der Zeigefinger oder der Ringfinger war – aber auf welcher Seite? Wieder brauchte das Gerät eine Ewigkeit … und natürlich war ich letztenendes so erleichtert, schnell den Film wählen zu können, den ich wollte und auf den sich das nervige Paar neben mir gerade nach ewigen Diskussionen geeinigt hatte, dass ich wieder nicht wusste, welcher es denn nun war …

Mittlerweile ist auch das Problem behoben, mit neuem Scan meines rechten Daumens warten viele, viele tolle Filme auf mich, wenn ich am kommenden Wochenende mutterseelenallein die schlaflosen Nächte rumbringen muss (ist noch jemand schlaflos wenn er niemanden zur nächtlichen Belagerung hat?) …